18.09.2026
Poetisch-bewegte Spurensuche zu Ehren Mina Witkojc
Ein poetisch bewegter Spaziergang möchte auf das Leben und Wirken von Mina Witkojc aufmerksam machen. Die Tanzperformance durch den Kurort Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) gestalten die tanzkompanie golde g. & ars momento e.V. am 27. September und 3. Oktober.
Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota). Es war eine Begegnung 1921 in der Spreewaldbahn, die das Leben der damals 28-jährigen Burger Arbeiterin Wilhelmine Wittke grundlegend änderte. Hier kam sie ins Gespräch mit obersorbischen und tschechischen Kulturschaffenden. 1922 siedelte die junge Frau, die fortan ihren wendischen Namen Mina Witkojc trug, nach Bautzen über, wo sie beim Smolerschen Zeitungsverlag arbeitete und vom zur damaligen Zeit berühmtesten sorbischen Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Arnošt Muka in der niedersorbischen/wendischen Schriftsprache und der Geschichte des sorbischen Volkes und seiner Literatur unterrichtet wurde. Als Dichterin und Journalistin setzte sie sich fortan für ihre wendische Heimat und Muttersprache ein.
Und so ist für den Start der Tanzperformance zu Ehren Mina Witkojc ein Platz am alten Spreewaldbahnhof in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) gewählt. Zwei Tänzerinnen aus zwei Generationen begeben sich an mehreren Orten bei einem poetisch bewegten Spaziergang auf die Spuren von Mina Witkojc. Mina die Dichterin, die Aktivistin, die Journalistin, die Sorbin. Welche Verbindungen lassen sich in die heutige Zeit ziehen?
Die Premiere findet am Sonntag, dem 27. September, um 15 Uhr statt, gefolgt von einer weiteren Aufführung um 17 Uhr. Anschließend ist Gelegenheit zum Gespräch mit Choreografin Ronja Häring und den Tänzerinnen Julek Kreutzer & Michal Hirsch. Auch am 3. Oktober um 15 Uhr kann man sich dem Spaziergang anschließen.
Der Eintritt ist frei. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und ars momento e.V.